Mein Ansatz — Gefühle statt Abbildung
Mein Kern in allem, egal ob Corporate, Event, Porträts oder Hochzeiten: Ich will nicht zeigen, wie Sachen aussehen. Ich will zeigen, wie sich Sachen anfühlen.
Das klingt kontraintuitiv für ein Medium, das die Realität abbildet. Man kann mit Fotos Fakten festhalten, Beweise schaffen. Aber genau das interessiert mich nicht. Ich möchte ein Gefühl einfangen — und das ist sehr subjektiv. In den Bildstrecken, die ich abliefere, geht immer ein Stück von mir mit: Wie habe ich mich in dem Moment gefühlt? Was war meine Wahrnehmung der Firma, der Brand, der Menschen, des Settings?
Das liegt zwischen den Zeilen. Fotografie hat tausend mögliche Interpretationen — und man braucht keine lachenden Gesichter, um Emotionen festzuhalten.
Beobachten statt Anweisen
Um das zu erreichen, arbeite ich nach zwei Prinzipien. Erstens: viel fotografieren. Eine Situation nicht nach dem ersten Bild beenden, sondern durchfotografieren und beobachten, wie sie sich entwickelt. Zweitens, und das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt: Menschen lesen. Körpersprache, Gesichtsausdrücke, wie jemand sich im Raum positioniert. Drehen sie sich weg? Wollen sie gerade nicht fotografiert werden? Das spüre ich und respektiere es.
Ich versuche, der passive Part zu sein — der beobachtet, nicht der aktive, der anleitet.
Authentizität schaffen
Damit Menschen sich vor der Kamera authentisch zeigen können, muss ich selbst authentisch sein. Ich verstecke mich nicht hinter Businesssprache. Ich erzähle blöde Geschichten aus meiner Freizeit, gestehe Schwächen ein — bin zu spät losgelaufen, mir ist zu warm, habe vergessen zu essen. Kleine Dinge, die jeder kennt. Damit Leute keine Angst haben, selbst nicht perfekt zu wirken.
Der Fokus liegt nicht auf „wir machen jetzt wichtige Business-Sachen“. Wir sind einfach hier, ich mache Bilder von dem, was passiert. Das schafft Raum für echte Momente. Das gilt für alle Bereiche meiner Arbeit — ob Unternehmensfotos, Employer Branding oder Eventfotografie.
Technik als unsichtbarer Dienst
Die Kameratechnik steht völlig im Hintergrund — und das ist beabsichtigt. Wenn man in diesem Job arbeitet, sollte man die Technik automatisch und intelligent bewegen können. Ich arbeite lautlos — alle meine Kameras können geräuschlos auslösen, und wenn technisch möglich, nutze ich das. Bei Veranstaltungen und Employer Branding Aufträgen bekommen die Anwesenden oft gar nicht mit, wie viele Bilder entstehen — was der Authentizität sehr zugutekommt.
Natürlich stimmen am Ende Belichtung, Schärfe, Formate, Auflösung — aber das ist Handwerk, das im Hintergrund läuft.
Die richtige Chemie ist entscheidend
Was ich jemandem raten würde, der mich engagieren möchte: Schau dir die Bildstrecken an. Nicht die Technik, nicht die Kundennamen — schau, ob du das Gefühl verstehst. Macht das etwas mit dir? Wenn ja, können wir wahrscheinlich gut zusammenarbeiten.
Aber genauso wichtig: Lass uns telefonieren. Wie ich am Telefon bin, bin ich auch vor Ort. Ich bin nicht derjenige, der laut herumkommandiert und alle motiviert — ich versuche, die Situation sprechen zu lassen. Wenn du jemanden suchst, der extrovertiert alle antreibt, bin ich vielleicht kein Match. Aber das merkst du schnell im Gespräch. Und das ist besser als wenn man es erst vor Ort merkt.
Meine Erfahrung der letzten Jahre: Man kann ein Briefing bis ins kleinste Detail durchgehen und tausend Punkte abhaken. Aber der persönliche Vibe zwischen Kunde und Auftragnehmer sagt genauso viel — nur kürzer, effizienter, und mit einem guten Gefühl. Das ist der Unterschied zwischen einem funktionierenden und einem wirklich guten Projekt.